© Philipp Hirtenlehner

Das steckt im neuen Album von JOSH.

Die Freude bei den Fans von JOSH. ist groß: Am 10. April erscheint nach knapp drei Jahren sein brandneues Album “Wer singt dann Lieder für dich“. Es folgt auf das Nummer-eins-Album “Reparatur“ aus dem Jahr 2023 und ist damit seine mittlerweile vierte Studioplatte. Und eins ist fix: Es steckt wieder ganz viel vom typischen Charme und Witz von JOSH. drinnen. Im großen COOL-Interview hat er uns mehr darüber erzählt.

Die Freude bei den Fans von JOSH. ist groß: Am 10. April erscheint nach knapp drei Jahren sein brandneues Album Wer singt dann Lieder für dich“. Es folgt auf das Nummer-eins-Album Reparatur“ aus dem Jahr 2023 und ist damit seine mittlerweile vierte Studioplatte. Und eins ist fix: Es steckt wieder ganz viel vom typischen Charme und Witz von JOSH. drinnen. Im großen COOL-Interview hat er uns mehr darüber erzählt.

 

Cool: Was ist auf deinem neuen Album „Wer singt dann Lieder für dich“ alles drauf?

JOSH.: Der größte Unterschied im Vergleich zu dem davor ist, dass es wieder ein bisschen fröhlicher wird. Es gibt schon auch traurige Stellen drauf, aber im Großen und Ganzen wirkt es fröhlicher. Es ist wieder was aus den 80ern mit dabei und das erste Mal auch ein wenig Country-Touch. Also, es ist sehr, sehr bunt gemischt!

Cool: Hast du einen Lieblingssong am Album?

JOSH.: Schwer zu sagen. Ich habe ja deutlich mehr Songs geschrieben und die, die es aufs Album geschafft haben, sind ja quasi schon meine Lieblingssongs.

Cool: Wo lässt du dich inspirieren für deine Musik?

JOSH.: Ich höre selbst auch Musik von anderen und lasse mich da gerne inspirieren, wie jemand was spielt und produziert. Ich höre gerne John Mayer, ich liebe Chris Stapleton und mein Vater hat auch gerne Country gehört – und irgendeine Mischung aus all dem wird es dann meistens (lacht). Und natürlich inspiriert mich das Leben! Deshalb sage ich auch immer: Um Songs schreiben zu können, darf man nicht drei Jahre in ein Studio gehen, sondern man muss auch ein bisschen rausgehen und was erleben.

Cool: Wie fühlt es sich an, nach drei Jahren wieder ein Album am Start zu haben?

JOSH.: Gut! Ich wollte es ja eigentlich erst im Herbst rausbringen, aber ich war früher fertig und habe mir dann gedacht: „Naja, worauf soll ich warten?“ Wenn man was gemacht hat, will man es auch herzeigen. Ich bin auf jeden Fall immer sehr aufgeregt, wenn ein Album kommt, weil ich mir dann denke: „Hoffentlich mögen die das!“ Und ich finds auch schön für alle Fans, dass es mal wieder etwas Neues gibt.

Cool: In Anspielung auf dein Vorgängeralbum – fühlst du dich mittlerweile vollständig repariert?

JOSH.: Ja, schon! Ich muss zwar manchmal noch zum Service (lacht), aber generell geht‘s mir wieder DEUTLICH besser.

Cool: Kannst du uns kurz erzählen, warum du damals das Gefühl hattest, repariert werden zu müssen?

JOSH.: Also, meine Diagnose war: Burnout! Ich glaube aber, dass ich schon als Kind mit Depressionen zu kämpfen hatte. Ich bin dann zum ersten Mal in Therapie gegangen und das hat wirklich viel verändert. Da kann ich nur wirklich allen Mut machen! Mir hat es sehr gut geholfen. Das Leben verläuft in Wellen, aber es darf halt nie so weit nach unten gehen, dass man nichts mehr spüren will. Wenn es ganz schlimm ist, dann holt euch rasch Hilfe! Aufzuzeigen und zu sagen „He, ich schaff‘s nicht mehr!“ ist keine Schande.

Cool: Dein neuer Song „Leise“ erzählt davon, wie schön es ist, wenn man bei einem Menschen Ruhe findet und nichts beweisen muss. Wie bist du abseits von der Bühne?

JOSH.: Ich glaub, ich bin derselbe wie auf meinen Alben. Da ist zwischen Ruhe und Gaudi alles dabei. Ich bin ein sehr melancholischer Mensch, gleichzeitig aber auch der größte Kasperl im Tourbus. In meinen eigenen vier Wänden bin ich aber oft eher der Ruhige, weil ich den Trubel und die Party in meinem Beruf ganz oft erleben darf. Ich fahre auch gerne in den Urlaub dorthin, wo ganz wenig Menschen sind.

Cool: Dein Song „Sag ab“ erzählt von hartnäckigem Hoffen und verpassten Chancen. Das kann ganz schön belastend sein. Hast du Tipps für junge Menschen, wie es leicht wird?

JOSH.: Ich glaube generell, dass man nichts so ernst nehmen sollte, dass man am Ende gar nicht mehr lachen kann. Ich glaube, das Schlimmste ist, wenn man sich nicht eingesteht oder zugibt, dass man beispielsweise traurig ist. Wenn du zum Beispiel von der Liebe deines Lebens verlassen wirst, ist es ganz egal, ob vor deiner Tür ein Ferrari oder ein altes, klappriges Fahrrad steht. Du wirst schlecht drauf sein! Da sind wir alle gleich und das hat auch was Magisches für mich. Deshalb schreibe ich gerne über solche Zustände.

Cool: Im Song „Ich tanze meinen Namen“ besingst du das kreative Chaos und die Eigenarten eines jeden. Wie wichtig ist das aus deiner Sicht gerade heutzutage?

JOSH.: Für mich ist das ein Song, der auch ein bisschen an mich selbst gerichtet ist, weil ich jemand bin, der immer Angst vor irgendwas hat. Es fällt mir schwer zu sagen: „Ich bin so, ich ziehe das jetzt durch und es ist mir egal, ob die anderen mich komisch anschauen!“ Man muss nicht immer so sein, wie andere das wollen. Das darf ich auch noch lernen. Und es wird auch immer, glaube ich, Menschen geben, die das akzeptieren, und der Rest ist … eh egal (zwinkert).

Cool: Wie ist der grenzgeniale Song „Vertikal“ entstanden?

JOSH.: Das ist ein Song wie „Cordula Grün“ oder „Expresso & Tschianti“. Das ist einfach ein bisschen Nonsense aus meinem Hirn. Da frage ich mich selbst: „Woher kommt dieser Blödsinn?“ Ich hab‘s einfach lustig gefunden, über einen Typen zu schreiben, der sich mega geil vorkommt, aber eigentlich ein bisschen unbeholfen ist.

Cool: Was ist dir bei deinen Songs wichtig?

JOSH.: Wenn ich Menschen auf einer Gefühlsebene treffen kann, dann finde ich das sehr schön! Es gibt nicht die eine große Message hinter all dem. Es gibt zwar Musikvideos, aber ich glaube, bei fast allen läuft irgendeine Art von Film im Kopf ab, wenn man Musik hört, und da hat jeder seinen eigenen. Ich finde, Musik darf unterhalten und auch einfach mal nur ein schönes Gefühl auslösen oder einen schönen Text haben, wo
man sich denkt: „So habe ich mich auch schon mal gefühlt!“

Cool: Was steht 2026 sonst noch alles an bei dir?

JOSH.: Abgesehen vom Album-Release mache ich jetzt das erste Mal in meinem Leben eine Solo-Tour, wo ich nur mit einer Gitarre auf Tour gehe. Das macht mich wahnsinnig nervös! Das sind ganz kleine Venues und da freue ich mich sehr drauf. Das ist alles schon restlos ausverkauft. Im Sommer gibt‘s dann die gemeinsame Tour mit RIAN – da spielt jeder von uns seine größten Hits und dann spielen wir hoffentlich auch ein bisschen was gemeinsam. Wir haben uns gedacht, dass es Fans gibt, die uns beide cool finden – und so bekommen sie zwei Künstler zum Preis von einem Ticket.