© Bernhard Kaufmann

Edmund: „Seiler & Speer haben Austropop wieder radiofähig gemacht!“

Ihr Album „Freindschoft“ und die gleichnamige Single wurden kürzlich mit zwei Goldenen Schallplatten ausgezeichnet, außerdem haben Edmund mit „Leg dei Herz“ auch gleich eine neue Single veröffentlicht. Wir haben mit dem aus Markus Kadensky und Roman Messner bestehenden Austropop-Duo gesprochen.

Ihr Album „Freindschoft“ und die gleichnamige Single wurden kürzlich mit zwei Goldenen Schallplatten ausgezeichnet, außerdem haben Edmund mit „Leg dei Herz“ auch gleich eine neue Single veröffentlicht. Wir haben mit dem aus Markus Kadensky und Roman Messner bestehenden Austropop-Duo gesprochen.

Cool: Gratulation zu euren ersten beiden Goldenen. Haben diese für euch eine spezielle Bedeutung oder sind in der heutigen Zeit Zahlen wie fünf Millionen Spotify-Streams auf „Freindschoft“ schon mehr wert?

Markus Kadensky: Herzlichen Dank, es ist für uns etwas ganz Besonderes mit unserer ersten Single und dem gleichnamigen Album, mit dem Goldstatus belohnt zu werden. Es sind Zahlen und Fakten, die uns beiden, schwarz auf weiß zeigen, dass man erfolgreich ist in dem was man macht! Das gibt einem natürlich sehr viel Bestätigung und auch Antrieb und Energie für die Zukunft!

Roman Messner: Streams sind natürlich auch eine Bestätigung dafür, dass Musik sehr gut beim Hörer ankommt. Der einzige Unterschied zwischen Streams und verkauften Alben ist, dass man keine goldene Schallplatte dafür bekommt, die man sich ins Wohnzimmer hängen kann.

Cool: Ihr seid vor allem auch als Live-Act sehr beliebt. Wie sehr trifft euch die Corona-Pause und wie sehr hofft ihr, dass eure auf April 2021 verlegte Tour auch wirklich stattfinden kann?

Roman: Es schmerzt uns sehr, dass wir dieses Jahr noch kein einziges Konzert gespielt haben und auch keines mehr spielen werden. Wir hoffen natürlich wie alle anderen Künstler, die auf Publikum angewiesen sind, dass wir bald wieder auf die Bühnen dieses Landes dürfen, um gemeinsam mit unseren Fans zu singen und zu feiern!

Cool: Ihr zählt mittlerweile neben Seiler & Speer und Pizzera & Jaus zu den bekanntesten Austropop-Duos. Kennt ihr euch untereinander eigentlich und wie dankbar seid ihr, dass Mundart in den letzten Jahren wieder beliebt wurde?

Roman: Wir hatten die Ehre 2019 in Schönbrunn bei „Austropop meets Classic“ unter der Führung von Christian Kolonovits mit Seiler & Speer und Pizzera & Jaus die Bühne zu teilen, da lernt man sich natürlich ein wenig kennen.

Markus: Wir denken jeder österreichische Künstler, der in Mundart singt, sollte dankbar sein, dass Seiler & Speer vor sechs Jahren den Monsterhit „Ham kummst“ hatten, denn der hat Austropop wieder radiofähig gemacht beziehungsweise Radiosender dazu gebracht, wieder vermehrt österreichische Künstler zu spielen.

Cool: Mögt ihr den Begriff Austropop eigentlich oder würdet ihr eure Musik lieber anders betitelten?

Roman: Austropop trifft den Nagel auf den Kopf!!! Wir würden es nicht anders betiteln wollen (grinst).

Cool: Glaubensfrage: Danzer, Fendrich oder Ambros?

Markus: Alle drei, definitiv, denn jeder hat seinen eigenen Charme.

Cool: Ihr habt kürzlich mit „Leg dei Herz“ eine neue Single released. Was könnt ihr uns darüber erzählen und warum habt ihr euch genau für diesen Song als Single entschieden?

Markus: Wir glauben, jedem ist es schon mal passiert, den falschen Partner gewählt zu haben. Auch uns. Trotzdem lernt man durch Erfahrungen und sollte immer wieder das Risiko eingehen, neue Beziehungen zu beginnen. Kein Risiko bedeutet kein großer Gewinn. Es gibt aber für jeden Topf den richtigen Deckel, nur manchmal dauert es halt länger.

Roman: Warum jetzt? Der Song hat eine Melancholie, aber trotzdem eine positive Message. Er passt ganz gut in die heutige Zeit und natürlich auch zur herbstlichen Jahreszeit und wir hoffen, dass ganz viele mit dem Lied eine Freude haben.