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Warum sich viele Teenies für „Herzchen“ ausziehen

Sex sells und das wissen wir nicht erst seit gestern. Auch auf Social Media bekommen freizügige Pics tendenziell mehr Likes bzw. Herzchen. Viele Influencer machen’s vor und zeigen sich auf TikTok und Instagram in knappen Outfits, Bikinis oder mit laszivem Augenaufschlag und Schmolllippen. Auf diesen Zug springen natürlich auch viele Teenies auf, denn man muss kein Genie sein, um diese mathematische Gleichung zu verstehen: weniger Kleidung = mehr Likes! Aber warum sind wir so süchtig nach den Herzen?

Sex sells und das wissen wir nicht erst seit gestern. Auch auf Social Media bekommen freizügige Pics tendenziell mehr Likes bzw. Herzchen. Viele Influencer machen’s vor und zeigen sich auf TikTok und Instagram in knappen Outfits, Bikinis oder mit laszivem Augenaufschlag und Schmolllippen. Auf diesen Zug springen natürlich auch viele Teenies auf, denn man muss kein Genie sein, um diese mathematische Gleichung zu verstehen: weniger Kleidung = mehr Likes! Aber warum sind wir so süchtig nach den Herzen?

Diese Frage hat sich auch der amerikanische Neurowissenschaftler Dar Meshi gestellt. An der Freien Universität Berlin untersuchte er zum ersten Mal weltweit Menschen mit einem MRT, die Social Media benutzen. Der Gehirnscanner zeigte, welche Hirnregionen beim Posten, Liken und vor allem geliked werden aktiv sind. Haben die Testpersonen ein Like bekommen, wurde das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert. Das ist sonst bei Essen, Sex, Geld oder auch beim Drogenkonsum aktiv. Likes schütten also Glückshormone aus. Diese ständigen kleinen Belohnungen können auch süchtig machen. Wir wollen stets mehr Likes und sind dazu bereit für diese Likes immer riskantere, freizügigere oder originellere Fotos zu posten. Das kann auch schnell gefährlich werden. Vor allem auf TikTok schwirren immer wieder sehr fragliche Challenges herum, die zwar viele Likes bringen, aber großteils einfach nur dumm sind. Auch wenn unser Belohnungszentrum auf die Herzchen reagiert, sollten wir uns dennoch bewusst machen, dass diese Bestätigung von (hauptsächlich) fremden Menschen uns selbst nicht zu besseren oder schöneren Menschen macht. Wir sind nicht mehr wert nur weil ein Bild auf Instagram 5.000 statt 90 Likes hat. Außerdem sollten wir alle mal drüber nachdenken, wie viel wir von uns selbst wirklich im Internet zeigen wollen. Die Pics werden nicht nur von unseren Followern, sondern vielleicht auch vom zukünftigen Arbeitgeber gesehen und dann kann’s schnell mal unangenehm werden.

Also: Think before you share!