Vielleicht hast du deine Tage schon bekommen, oder sie stehen kurz bevor. Viele Mädchen fragen sich dann: Warum bin ich plötzlich scheinbar grundlos angepisst oder super gut drauf? Die Antwort darauf heißt Zyklus.
Alle 28 Tage von vorne
Dein Menstruationszyklus startet alle 21 bis 35 Tage neu mit dem ersten Tag deiner neuen Periode. Ab da verändert sich der Hormonhaushalt in deinem Körper jeden Tag. Im Durchschnitt dauert ein Zyklus zwischen dem ersten Tag deiner Periode und dem letzten Tag vor deiner nächsten Periode ungefähr 28 Tage pro Frau. Gerade als Teenagerin stellt sich dein Körper aber noch ein. Da kann es auch schon drei Monate bis zur nächsten Periode gehen oder auch drei Wochen. Es wird darum immer empfohlen, die eigene Periode mitzutracken. Das geht mit Apps oder dem Markieren auf einem einfachen Kalender.
Phase 1: Menstruation
Die Menstruationsphase ist der Beginn deines Zyklus. Sie startet am ersten Tag deiner Blutung. In den Tagen davor hat sich in deiner Gebärmutter eine weiche Schleimhaut aufgebaut. Falls keine Schwangerschaft entsteht, braucht dein Körper diese Schleimhaut nicht mehr und stößt sie ab. Das ist das Menstruationsblut. Weil auch Schleim dabei aus dem Körper kommt, ist das Blut meistens nicht ganz flüssig und klar, sondern dickflüssig und schleimig. Übrigens: Je älter das Blut in deinem Körper ist, desto dunkler färbt es sich. Diese Phase dauert meistens drei bis sieben Tage. Manche Mädchen haben Bauchkrämpfe, Rückenschmerzen oder fühlen sich müde. Das liegt daran, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht, um die Schleimhaut loszuwerden. Dein Hormonspiegel ist jetzt eher niedrig: viele fühlen sich dadurch ruhiger oder empfindlicher.
Phase 2: Follikelphase
Nach der Periode beginnt die Follikelphase. „Follikel“ ist ein anderes Wort für Ei-Bläschen. In einem deiner Eierstöcke beginnt nun ein Follikel zu reifen – darin entwickelt sich eine Eizelle. Gleichzeitig baut sich in deiner Gebärmutter wieder eine neue Schleimhaut auf. Das Hormon Östrogen steigt an. Viele Mädchen merken in dieser Woche: Sie haben mehr Energie, bessere Laune oder fühlen sich selbstbewusster. Dein Körper bereitet sich jetzt auf einen möglichen Eisprung vor.
Phase 3: Ovulationsphase
Die Ovulationsphase ist die Zeit deines Eisprungs. „Ovulation“ bedeutet, dass eine reife Eizelle aus dem Eierstock freigesetzt wird. Das passiert ungefähr in der Mitte deines Zyklus, also nach zwei Wochen. Die Eizelle wandert dann in den Eileiter. Dort kann sie – falls Spermien vorhanden sind – befruchtet werden. Ohne Befruchtung stirbt sie nach etwa 24 Stunden ab. Manche Mädchen spüren ein leichtes Ziehen im Unterbauch, viele merken nichts. Vorsicht, in dieser Phase bist du besonders fruchtbar! Mädels haben während ihres Eisprungs oft die meiste Energie, wollen sich auspowern, Freundinnen oder neue Dates treffen und haben mehr Lust auf Sex.
Phase 4: Lutealphase
Nach dem Eisprung beginnt in der letzten Woche deinen Zyklus die Lutealphase. Der leere Follikel im Eierstock wird zum sogenannten Gelbkörper und produziert das Hormon Progesteron. Dieses Hormon sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut erhalten bleibt. Wenn keine Schwangerschaft entsteht, sinkt der Progesteronspiegel wieder. Dadurch wird die Schleimhaut abgestoßen – und deine nächste Menstruationsphase beginnt bald. In dieser Zeit können Stimmungsschwankungen, Pickel, Brustspannen und Bauchkrämpfe als Vorbote für deine Periode auftreten. Die Symptome nennt man auch PMS, also Prämenstruelles Syndrom. Diese Phase endet mit dem ersten Tag deiner nächsten Periode, dann fängt ein neuer Zyklus an.
