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Kathi testet’s: Periodenprodukte

Immer mehr Influencerinnen und auch große Unternehmen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Periode zu enttabuisieren. Das finde ich top. Viele feiern die Periode und die Weiblichkeit. Ich muss zugeben, ich feiere meine Periode nicht. Klar, es ist beeindruckend, was unser Körper alles kann und die Periode ist ein Zeichen dafür, dass mein Körper gesund ist und im besten Fall neues Leben erschaffen kann. Das ist cool. Aber wenn ich meine Tage hab, dann richtig. Viel Blut, viele Schmerzen. Ich hab mir gedacht, es wird mal Zeit, unterschiedliche Perioden-Produkte zu testen.

Immer mehr Influencerinnen und auch große Unternehmen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Periode zu enttabuisieren. Das finde ich top. Viele feiern die Periode und die Weiblichkeit. Ich muss zugeben, ich feiere meine Periode nicht. Klar, es ist beeindruckend, was unser Körper alles kann und die Periode ist ein Zeichen dafür, dass mein Körper gesund ist und im besten Fall neues Leben erschaffen kann. Das ist cool. Aber wenn ich meine Tage hab, dann richtig. Viel Blut, viele Schmerzen. Ich hab mir gedacht, es wird mal Zeit, unterschiedliche Perioden-Produkte zu testen.

Disclaimer: Hierbei handelt es sich natürlich nur um meine subjektive Wahrnehmung. Was ich toll finde, können andere mies finden und umgekehrt. Dennoch möchte ich dir meine Erfahrungen mitteilen.

Klopapier

Als ich mit 13 zum ersten Mal meine Tage bekommen hab, war meine Mama gerade nicht zu Hause. Schock. Ich war mit der Situation mehr als überfordert und hab mir in meiner Panik einfach Klopapier in die Unterhose gestopft. Das war meine erste, aber leider nicht einzige Erfahrung mit Klopapier als Perioden-Produkt. Denn mein Uterus neigt dazu, mich immer wieder „gerne“ zu überraschen. Wenn ich dann keine Hygieneartikel bei mir hab, dann muss eben Klopapier herhalten.

Bewertung: 🩸

Fazit: Für mich ist Klopapier eine absolute Ausnahme oder vielmehr eine Notlösung. Es erfüllt seinen Zweck, bis man den Zugang zu richtigen Hygieneartikeln hat, aber mehr nicht. Es lässt das Blut schnell durch und klebt dann ganz unangenehm. Kann ich nicht empfehlen.

Binden

Bei meinen ersten Perioden mit 13 Jahren hab ich noch komplett auf Binden vertraut. Tampons waren mir nicht geheuer und von Cups oder Periodenpanties war 2007 sowieso noch keine Rede – ja, so alt bin ich schon. Binden finde ich eigentlich ganz cool, vor allem in der Nacht, sofern sie nicht verrutschen. Tagsüber sind mir Binden dann doch schnell zu unsicher geworden. Vor allem im Sommer hatte ich immer das Gefühl, dass man den Abdruck der Binde durch die leichten Stoffhosen sieht. Was an sich ja gar nicht schlimm ist, aber damals war mir das unangenehm. Heute wäre es mir egal. Dennoch haben Binden einen großen Nachtteil: Du kannst damit nicht schwimmen gehen.

Bewertung: 🩸🩸🩸

Fazit: Ich persönlich finde das Gefühl, wenn das Periodenblut aus meiner Vagina fließt, unangenehm. Das ist wieder eine persönliche und rein subjektive Meinung. Wenn ich das spüre, dann muss ich immer instant aufs Klo laufen um zu checken, ob auch kein Blut ausläuft. Mein Vertrauen in Binden ist nicht ganz so groß. Nachts oder bei ganz leichten Blutungen finde ich sie allerdings sehr angenehm.

Tampons

Mit etwa 14 Jahren hab ich zum ersten Mal Tampons verwendet. Not gonna lie – das war eine Challenge. Um den ersten Tampon einzuführen habe ich locker eine halbe Stunde am Klo verbracht. In der Werbung sieht das immer so easy aus, aber für mich war’s echt nicht einfach. Als ich dann endlich den Dreh raus hatte, war es natürlich super easy. Mir haben damals die Mini-Tampons von o.b. mit dieser SilkTouch-Oberfläche geholfen. Mit normalen Tampons ohne dieser Beschichtung struggle ich auch heute noch manchmal.

Bewertung: 🩸🩸🩸🩸

Fazit: Bis ich 25 Jahre alt war, hab ich fast ausschließlich Tampons verwendet. Für mich sind Tampons einfach super praktisch. Sport ist damit kein Problem, das Wechseln ist einfach und sie passen in jede Handtasche, falls die rote Dame mal spontan zu Besuch kommt. Allerdings gibt’s einen Tropfen Abzug, denn Tampons sind nicht gerade gut für unsere Umwelt. Bis zu 17.000 Tampons verbraucht eine menstruierende Frau im Leben. Das ist ziemlich viel Müll.

Soft-Tampons

Schon mal was von Soft-Tampons gehört? Das sind kleine Schwämmchen, die anders als herkömmliche Tampons kein Rückholbändchen besitzen. Die großen Vorteile: Das Bändchen kann also nicht aus der Bikinihose hervorblitzen und Sex ist sogar mit diesem Tampon möglich, ohne das Bett dabei vollzubluten. Ich hab die Teile natürlich auf Herz und Nieren getestet.

Bewertung: 🩸🩸

Fazit: Ich finde es relativ knifflig die Dinger überhaupt mal einzuführen, weil sie doch recht groß sind. Das Argument, kein sichtbares Bändchen zu haben zieht bei mir nicht. Ist mir ziemlich egal, ob an meinem Tampon ein Band hängt oder nicht. Sex mit diesem Ding möchte ich allerdings nie nie nie wieder haben. Warum? Weil der Soft-Tampon beim Geschlechtsverkehr ziemlich weit in die Scheide gedrückt wird. Das heißt, der muss da erstmal wieder rausgeholt werden. Ohne Rückholbändchen ist gar nicht so easy und es gibt eindeutig angenehmere Dinge, als mit den Fingern zu versuchen dieses Ding zu erreichen. I’m out!

Menstruationstassen

Ich will ehrlich sein. Für mich waren Cups ganz lang keine Option, weil ich diesen Dingern 1. nicht vertraut habe und 2. es ekelig fand, mein Blut auszuleeren. Mit 25 hab ich mich dann doch von einer Freundin influencen lassen und hab mir meinen ersten Cup von der Marke Einhorn gegönnt. In erster Linie deswegen, weil ich eine nachhaltige Alternative zu Tampons gesucht hab.

Bewertung: 🩸🩸🩸🩸🩸

Fazit: Ich hätte niemals gedacht, dass ich mich so in dieses Teil verliebe. Auch hier hatte ich zu Beginn Probleme, den Cup einzuführen. Aber auch das ist einfach nur Übungssache. Man spürt die kleine Tasse nicht und anders als bei Tampons kann man sie bis zu 10 Stunden im Körper lassen – abhängig von der Stärke der Blutung versteht sich. Aber das war für mich ein Game Changer. Auch die Reinigung ist super easy. Einfach mit warmen Wasser ausspülen und that’s it. Ich dachte, es wäre mir unangenehm den Cup auszuleeren, aber mal ehrlich, es ist komplett normal. Lieben wir.

Periodenunterwäsche

Ich glaube, kaum ein Produkt erfreut sich aktuell so großer Beliebtheit auf Social Media wie #periodpants. Nachhaltig, mittlerweile echt stylisch und auf ihre Lebensdauer gesehen auch kostengünstig. Musste ich natürlich ausprobieren! Ich war skeptisch, ob die Pants das halten, was sie versprechen.

Bewertung: 🩸🩸🩸

Fazit: Machen wir es kurz und schmerzlos. Wie schon erwähnt, mag ich es einfach nicht, wenn das Blut aus mir fließt. Deswegen gibt’s da schon mal einen Punkt Abzug. Für starke Tage würde ich die Unterwäsche auch nicht unbedingt empfehlen. Ich hatte nach rund vier Stunden das Gefühl, die Hose jetzt sofort wechseln zu müssen. Aber: Am Ende der Periode, wenn die Blutung nur mehr ganz leicht ist, dann kann ich die Pants zu 100 % empfehlen. Vor allem, weil ich in dieser Zeit eigentlich immer dünne Slipeinlagen verwendet habe. Die Periodenunterwäsche ist somit echt eine tolle Alternative dazu.